Black Box der Weltpolitik-1

FREUNDE,

es ist zwar wichtig, sehr wichtig, die INTERNATIONALISIERUNG der Kapitalmärkte zu erkennen aber wir sollten auch immer im Hinterkopf behalten:

“ WO DAS GUTE HINKOMMT;IST DAS BÖSE SCHON GEWESEN “  !!

Warum ?

Es handelt ohne SKRUPEL,ohne Rücksicht auf das LEBEN der VÖLKER,es zählt einzig und allein der GEWINN an GELD, doch was bedeutet GELD, wenn es den VÖLKERN ans ÜBERLEBEN geht ?

NICHTS, absolut NICHTS  !!  https://techseite.wordpress.com/

Bedenkt bitte, dass in den sog. “ Entwickelten Industriestaaten “ die MANIPULATION des GEISTES  unvorstellbare Ausmasse erreicht hat, davon zeugt auch der vorliegende Artikel,es geht nicht um die Menschen, sondern um KAPITALMÄRKTE….
.welch UNVERNUNFT, ja DESINFORMATION  !!

Es fehlt weltweit an einer menschlichen LEBENSPHILOSOPHIE, abseits des Geldes ,weder EUROPA noch die US-geführte Gesellschaft hat dafür Antworten, sie sind alle durchweg:

ZIONGEPRÄGT = GELD MACHT GIER VÖLKERHASS

“ SCHÜTZT EUER UND EUER KINDER GEIST/HIRN LEBEN „!!     https://techseite.wordpress.com/

OHNE  sind wir schutzlos den VERBRECHERN der WELT ausgeliefert und das sollten wir immer beachten !!

LG, der Schöpfung verpflichtet, „ET“  etech-48@gmx.de   egon tech

Black Box der Weltpolitik

Rudolf Maresch 25.01.2014 telepolis

Was die kommende Weltmacht in Fernost im Schilde führt, weiß so recht niemand. Dafür gibt es allerhand Spekulationen über das Land, seine Absichten und Ziele

Vergangene Woche trafen sich erneut rund zweieinhalbtausend Topmanager, Spitzenpolitiker und Starökonomen aus rund hundert Ländern in Davos zum alljährlich stattfindenden Weltwirtschaftsforum. Bewacht wurden sie dabei von etwa dreitausend Soldaten und Polizisten, die den Nobelskiort in den Schweizer Bergen weiträumig absperrten. Von größeren Protestaktionen, die vor Jahren noch zu teilweise bürgerkriegsähnlichen Zuständen führten, war hingegen nichts mehr zu bemerken.

 China
Shanghai vom Shanghai World Financial Center aus gesehen. Bild: Patrick Nagel/CC-BY-SA-3.0

Statt vermummter Gestalten, fliegender Steine und verletzter Demonstranten gab es viele mahnende Worte, von Christine Lagarde etwa, der Chefin des IWFs, und von Franziskus, dem neuen Herz-Jesu-Jünger auf dem heiligen Stuhl in Rom. Beide mahnten die Teilnehmer, „Verantwortung für die Ärmsten und Schwächsten der Welt“ zu übernehmen und mehr „Einsatz für soziale Gerechtigkeit“ zu zeigen. Dem Appell wurde schließlich später auch gehorsam Rechnung getragen. Einige Milliardäre diskutierten auch brav über die wachsende Einkommensungleichheit in der Welt.

Die Um- und „Neugestaltung der Welt“, worauf man sich diesmal nach etlichen Krisenjahren im Vorfeld verständigt hatte, lässt aber vermutlich doch länger auf sich warten als gedacht. Folgt man Berichten der letzten Monate und Tage, dann scheint die globale Drift von West nach Ost, von den alten Mächten zu den „aufstrebenden Ländern“, nicht nur erst mal zum Stillstand gekommen zu sein.

Besser noch: Der Westen erholt sich und rappelt sich zusehends wieder auf. Die neuen Stars sind wieder die alten und werden in den kommenden Jahren die Zugpferde der Weltwirtschaft sein. „Das Imperium ist wieder wer“ – diese Schlagzeile war jüngst gar in Spiegel Online zu lesen.

Der Dollar macht es

Vor Amerikas wiedergewonnener ökonomischer Potenz schlottern den neuen Bossen in Fernost und dem Rest der Welt zunehmend die Knie. Während Europa, von Deutschland mal abgesehen, mehrheitlich noch in der Rezession steckt, mit hoher Arbeitslosigkeit und einem wenig flexiblen Arbeitsmarkt zu kämpfen hat, entwickelt sich die alte Weltmacht zusehends dynamischer. Dank der lockeren Geldpolitik, die die FED gegenüber dem Dollar zeigt, sind die Vereinigten Staaten für potentielle Investoren begehrter denn jemals zuvor.

Sorgen bereiten mittlerweile eher die aufstrebenden Mächte. Schon schießen Spekulationen über eine mögliche neue „Asienkrise“ ins Kraut. Wirtschaft und Wachstum lahmen und stagnieren in den BRICS-Ländern, in Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Hinzu kommt, dass die neuen Mächte diese Geldgeber durch ihre Politik zunehmend vergrault haben und sie sich deswegen von diesen Märkten Stück für Stück zurückziehen. So verwunderte es auch nicht, dass sich eine Diskussionsrunde in Davos mit der Frage beschäftigte, ob die „BRICS-Staaten in der Midlife-Crises?“ wären.

In den Midlife Crises

Anzeichen dafür gibt es zuhauf. Vor gut eineinhalb Jahren hat die Ratingagentur „Standard & Pours“ Indien, von dem der „Economist“ vor Jahren noch behauptete, es werde China bald überflügeln, vehement darauf hingewiesen, seine Märkte zu öffnen, mehr Liberalismus zu wagen und die Hände vom Protektionismus zu lassen.

Käme das Land dem nicht nach, verlöre es seine Bonität. Was zur Folge hätte, dass seine Bonds, mit denen Länder sich ausländisches Kapital zuführen und sicheren, zu Schrottpapieren erklärt würden. Schon am darauffolgenden Tag ging die Rupie gegenüber dem Dollar auf Talfahrt und die Aktienmärkte in Bombay brachen ein.

Ähnliche Vorgänge und Entwicklungen sind auch in anderen BRICS und/oder Schwellenländern zu beobachten, in Russland und Brasilien ebenso wie etwa in den Türkei, in Argentinien oder Indonesien. Auch in den sogenannten „Emerging Markets“ gehen die Währungen dramatisch in den Keller. Was am Wochenende auch den deutschen Aktienindex in Mitleidenschaft zog und seinen Höhenflug stark abbremste. Statt an der 10 000 Marke zu kratzen, wie vielfach erwartet, verlor der DAX allein am Freitag zweieinhalb Prozentpunkte seines Wertes.

Strukturwandel stockt

Im Zuge der Finanz- und Schuldenkrise vor gut fünf Jahren suchten Anleger nach neuen Ankermöglichkeiten für ihr Kapital. So kam es, dass in den darauffolgenden Jahren Hunderte von Milliarden in die Wachstumsländer gepumpt wurde. Das viele und vergleichsweise billige Geld führte dazu, dass glänzende Fassaden in diesen Ländern hochgezogen wurden und mehr konsumiert als produziert wurde. Dadurch wurden allerdings Wettbewerbsprobleme übertüncht oder verdeckt. Ebenso die hohen Leistungsbilanzdefizite, an denen etwa Indien und die Türkei litten. Das machte viele dieser Staaten vom anhaltenden Kapitalzufluss abhängig, der urplötzlich abgeebbt ist und jetzt anscheinend wieder in die USA fließt. Zudem wurde und wird in diesen Staaten nach Ansicht diverser Analysten und Chefökonomen viel zu wenig getan, um strukturelle Probleme, wie etwa mangelhafte Infrastruktur, Kreditblasen, Abhängigkeit vom Rohstoffhandel, Schutz heimischer Produkte usw., zu lösen. Stattdessen gewinnen in diesen Staaten Abschottung und Regulierung, Gift für einen liberalen und offenen Welthandel, wieder die Oberhand.

Chinas Strukturprobleme

Ob diese Beobachtungen, Analysen und Prognosen auch für China zutreffen, bleibt abzuwarten. Darüber streiten derzeit die Fachleute, die bei jedem Prozentpunkt weniger hinter dem Komma beim Wirtschaftswachstum sofort den Beginn der Krise wittern. Zwar sind auch im bevölkerungsreichsten Land der Welt die Wachstumsraten auf Normalkurs gefallen. Erst am Wochenende wurden erneut schwache Wirtschaftsdaten aus dem Reich der Mitte vermeldet.

Hinzu kommt, dass sich der angekündigte Kampf der Führung gegen die Korruption im Land allmählich zu einem Potemkinschen Dorf entwickelt. Ein Leak offenbarte jüngst, dass Funktionäre, hohe Beamte und Günstlinge der KP ihr ganzes Vermögen außer Landes gebracht und in Offshore-Steueroasen auf den britischen Jungferninseln angelegt haben.

Auch scheint man in Peking das wachsende Gefälle zwischen Exportüberschüssen und Binnennachfrage nicht in den Griff zu bekommen. Die Umsätze des Einzelhandels und die Industrieproduktion entsprechen nicht den hochfliegenden Erwartungen. Es verwundert daher nicht, dass einige Investoren dem Yuan ihr Vertrauen entziehen.

Schließlich hat das Land, um sich aus der Abhängigkeit vom Dollar und den Treasury Bonds zu befreien, begonnen, ähnlich wie Russland und davor schon Indien, Unmengen an Gold zu horten. Bis 2020 will man die Reserven am Edelmetall verdoppeln und auf runde 10 000 Tonnen aufstocken.

Die Rüstungsausgaben steigen

Das ist die eine Seite. Gleichwohl rüstet die fernöstliche Macht weiter massiv militärisch auf. Früher als erwartet hat das Land mit dem Bau eines zweiten Flugzeugträgers begonnen. In knapp sechs Jahren soll er vom Stapel laufen. Ihm sollen laut Plan bald noch zwei weitere folgen. Zeitgleich wird am Bau von zwei neuartigen, mit Raketen bestückten Zerstörern gearbeitet, die den geheimnisvollen Namen „Mystische Schilder“ tragen sollen.

Mit dem erfolgreichen Test eines neues Hyperschall-Flugkörpers haben die Chinesen kürzlich bewiesen, dass sie technologisch in der Lage sind, Gefechtsköpfe von Interkontinentalraketen abzuschießen, die mit ihrer bis zu zehnfachen Schallgeschwindigkeit herkömmliche Raketenabwehrsysteme, darunter auch das US-amerikanische, locker überwinden können.

Mit dieser neuen Rüstungsoffensive haben sie nicht ihre fernöstlichen Nachbarn im südchinesischen Meer aufgeschreckt, insbesondere Südkorea und Japan, mit dem das Land seit Jahren im Inselstreit liegt, sondern auch für weltweite Aufmerksamkeit gesorgt.

Peking zeigt Muskeln

Vor allem in den USA, die in dieser Region militärisch präsent sind, mit Japan und Südkorea, mit Taiwan und den Philippinnen enge Bündnisse und Allianzen unterhalten und schon deswegen der eigentliche Rivale Chinas sind. Angesichts dieses Tests und der massiven Steigerung des Rüstungsetats, der mittlerweile der zweithöchste in der Welt ist, sahen sie sich genötigt, öffentlich und laut Peking deswegen zu kritisieren und vor einem Wettrüsten in der Region zu warnen.

Zumal weder Japan und Südkorea noch Indien oder Pakistan dem waffentechnologischen Treiben des Emporkömmlings tatenlos zusehen werden. Auch diese Länder werden nicht umhin kommen, den sich entwickelnden Macht- und Kraftverhältnissen Rechnung zu tragen und entweder selbst massiv aufzurüsten oder unter- und miteinander enge Allianzen zu bilden, was Peking allerdings unbedingt vermeiden möchte. Vorerst jedenfalls. Weswegen man den Test auch sofort abwiegelte, ihn verteidigte und von der „Normalität“ derartiger Experimente sprach, die allein „wissenschaftlichen Zwecken“ diene

Die Sorgenfalten wachsen

Dass trotz dieser Beteuerungen die Sorgenfalten bei den Nachbarn und ihrer US-Schutzmacht wachsen, verwundert nicht. Zumal wenn man bedenkt, dass noch vor gut dreißig Jahren Pekings Militär und Marine reif fürs Museum waren. Dank Deng Xiaopings Wirtschaftsreformen hat das Land diesbezüglich einen technologischen Quantensprung vollzogen.

Mittlerweile verfügt das Militär aber über moderne Stealth-Bomber und Cruise Missiles, über Kampfbomber und Kampfhubschrauber. Zudem ist es im Besitz von Luftabwehrraketen und Aufklärungsdrohnen, von Großraumtransportern und wohl bald auch Langstreckenflugzeuge, die mit modernster Elektronik und neuesten Waffensystemen ausgerüstet sein werden.

Im Nebel herumstochern

Welche Absichten und Ziele Peking mit diesen ehrgeizigen Programmen verfolgt, darüber sind sich die Beobachter und Experten uneinig. Auch jene, die seit Jahren in China leben, und die dortige Politik der Führung für westliche Medien vor Ort beobachten. Anders als westliche Studenten, die über China nicht viel mehr wissen, als dass es eine Diktatur ist, von einer kommunistischen Partei regiert wird und ein gewisser Mao Zedong dem Land eine Kulturrevolution verpasst hat, wissen die chinesischen Hochschüler sehr genau über die europäische Geschichte Bescheid, über die Reformation und die Aufklärung ebenso wie über die französische Revolution und die napoleonischen Kriege

Zwar finden sich in den hiesigen Schulbüchern mittlerweile schon vermehrt Passagen und Lerninhalte, die auf den rapiden Aufstieg des Landes hinweisen und sehr lückenhaft und oberflächlich über die Tradition und Kultur Chinas informieren. Mehr aber auch nicht. Der Eurozentrismus, der sich vor allem immer noch in der Darstellung der Weltkugel in den heimischen Atlanten widerspiegelt, sowie die westliche Sicht, die in den Geschichtsbüchern gehegt und gepflegt, dominiert aber nach wie vor. Immer noch wird der Pazifik und seine Anrainerstaaten gern als eine geheimnisvolle, fremde und weit weg liegende Gegend behandelt.

Merkantiler Hegemonismus

Um im Blindflug über den Wolken sich nicht zu verirren, verweisen Beobachter gern und meist auf die chinesische Geschichte, die Erfahrung mit anderen Mächten und die asiatischen Werte, die das Land prägen. Der Beobachter der Neuen Züricher Zeitung, zum Beispiel ist sich sicher, dass „die Welt des 21. Jahrhunderts und damit die Zukunft wird nicht mehr von den Terroranschlägen das 11. September 2001 und dem Fall der Berliner Mauer, sondern vom Wiederaufstieg Chinas zur Weltmacht“ geprägt sein wird.

Der Westen habe sich darauf einzustellen, dass seine Werte auf dem Rückzug sind und „die Welt ins Zeitalter des Merkantilismus und des Hegemonismus eingetreten“ sei. Peking häufe Devisen aus rein macht-, und nicht aus geldpolitischen Gründen an. Die Politik genieße dabei immer oberste Priorität. Der weltweite Aufkauf strategischer Industrien und die Sicherung von Rohstoffen in Afrika und Lateinamerika diene allein und ausschließlich diesem Zweck. Dem Reich der Mitte gehe es zunächst und vor allem um die Verkleinerung von Abhängigkeiten, darum, niemals mehr Spielball fremder Interessen zu werden.

Ihm komme es darauf an, als das wahrgenommen werden, was es seiner Tradition und seinem historischem Selbstverständnis nach immer schon war, als „wohlwollender Hegemon“, der seinem Interesse verpflichtet ist und demzufolge mit seinen Partnern, Nachbarn und Rivalen zwar vielfältige Beziehungen unterhält, diese aber in unterschiedlicher Abhängigkeit.

Dass es dabei mit der globalen Führungsmacht, den USA, zum Clinch kommen wird, ist unzweifelhaft. Dessen sind sich so ziemlich alle Beobachter einig. Die Frage wird nur sein, wie die beiden Mächte diesen Händel regeln werden. Feindselig und blutig oder kooperativ und im Einvernehmen. Von der Art ihrer Beantwortung werden vermutlich die Geschichte und das Schicksal eines ganzen Jahrhunderts abhängen.

Quelle & © http://www.heise.de/tp/artikel/40/40846/1.html